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Burnout
: Krise als Chance nutzen |
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Haben
Sie selber ein Burnout erlitten oder wollen Sie sich informieren,
wie Sie sich vor dem Ausbrennen schützen können?
Ein Burnout ist kein Schicksalsschlag aus heiterem Himmel und kommt
nicht ohne klare Vorzeichen. Ebenso sind es gewisse Charaktereigenschaften,
die das Ausbrennen begünstigen.
Als ehemaliger Burnout-Betroffener gehe ich inzwischen davon aus,
dass die allermeisten Burnout vermieden werden könnten, wären
Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Dynamik des Ausbrennens
informiert. Jedoch sind "überdurchschnittlich motivierte" Mitarbeiter
an vielen Arbeitsplätzen sehr geschätzt, sind sie doch
oft eine grosse Unterstützung mit ihrem engagierten Einsatz.
Wie ein ehemaliger Vorgesetzter von mir zu einer übermotivierten
Arbeitskollegin sagte "Weisst du, vom Einsatz von
euch Jungen leben wir...!". Das hiess konkret, dass
langjährige Mitarbeiter dafür die Arbeit gemütlicher
angehen konnten... Sollten dann erste Ermüdungserscheinungen
auftreten, kann es dann beschwichtigend heissen "Ach weisst
du, das kommt schon wieder... du bist ja noch jung!". Und
eben, bei immer mehr Menschen ist das einzige, was dann sicher
kommt das Burnout.
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Ein
Burnout ist kein Schicksalsschlag aus heiterem Himmel. Vielmehr
ist es die logische Konsequenz auf ein nicht angepasstes
Verhalten. Daher bietet ein Burnout die Chance, eigene
Verhaltensstrukturen zu erkennen und lehrt, dass Grenzen
respektiert werden müssen. Dadurch kann das eigene
Leben in Zukunft selbstbewusster und selbstsicherer gemeistert
werden, was schliesslich zu mehr Lebensqualität
und Lebensfreude führt.
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Die
tragische Dynamik von Burnout lässt sich bildlich
an einem Feuer verstehen:
Es besteht eine Diskrepanz zwischen Brennstoffmenge und Feuerintesität.
Das Brennmaterial wurde kontinuierlich abgebrannt und es wurde
unachtsam unterlassen, genügend Holz nachzuschieben. So fehlt
dann dem Feuer die Grundlage und brennt schliesslich aus.
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Warnhinheise
für Burnout-gefährdete Arbeitnehnmer |
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Viele
Burnout-Betroffene sind aktiv, idealistisch, dynamisch,
zupackend, ideenreich, engagiert bzw. überengagiert,
leisten freiwillig Mehrarbeit, (subjektiver) Eindruck der
eigenen Unentbehrlichkeit und wachsende Verleugnung eigener
Bedürfnisse. Überidentifizierung mit der Arbeit
und den Klienten/Patienten.
Allgemein: Überdurchschnittliches Engagement mit Tendenz zur
Aufopferung.
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Wie kommt es zu
einem Burnout-Syndrom? |
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Wie eingangs beschrieben, gibt es bestimmte
Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen, die ein Burnout
begünstigen.
Allen gemeinsam ist die Enttäuschung durch
die Nichterfüllung von Hoffnungen und Erwartungen. Diese
Enttäuschung wird aber von den Betroffenen nicht rechtzeitig
eingestanden. Sie wollen den Tatsachen nicht ins Auge blicken,
stattdessen versuchen sie durch weiteres Engagement ihre Ziele
trotzdem zu erreichen und hoffen, dass ihre Erwartungen irgendwann
mal erfüllt werden.
Dieses Hoffen ist charakteristisch:
Anstatt Aufwand und Ertrag nüchtern-sachlich abzuwägen,
hoffen solche Menschen unbewusst auf eine "ausgleichende
Gerechtigkeit".
Durch dieses "Hoffen" und
das Ignorieren von offensichtlichen Tatsachen
schleicht sich ein Burnout langsam ein.
Hinter dem Ausgebranntsein verbergen sich viele unterschiedliche
Ursachen:
1. Wir haben uns Ziele gesetzt, die wir nicht erreichen können.
2. Uns mangelt es an Anerkennung und positiver Rückmeldung
für unseren Einsatz.
3. Wir ersticken in Routine und fühlen uns nicht mehr herausgefordert.
4. Wir fühlen uns überfordert.
Allen vier Bereichen ist gemeinsam, dass wir nicht bekommen,
was wir erhoffen.
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| Die
Phasen beim Burnout könnte man folgendermassen zusammenfassen: |
- Enthusiasmus
- Stagnation
- Frustration
- Apathie
- Burnout
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Diese Phasen lassen sich vor allem gut
an den sozialen Berufen aufzeigen:
Es wird mit grossem Idealismus und guten Vorsätzen an eine
Tätigkeit heran gegangen (Phase Enthusiasmus).
Die Person merkt aber, dass sie durch ihr Handeln und ihr grosses
Engagement keine für sie befriedigende Fortschritte erzielt.
Stagnation oder gar Rückschritte führen zu Frustration,
machen zynisch gegenüber der Klientel. Negative Gefühle
werden aber nicht beachtet. Ein hoher Energieeinsatz zum Erreichen
gewohnter Leistungen wird weiterhin aufgebracht und chronische
Müdigkeit verdrängt. In diesem Anfangsstadium hat der
Betroffene das grundlegende Gefühl, dass irgendetwas nicht
in Ordnung ist. Jedoch werden diese ersten Hinweise konsequent
ignoriert. Begleitend treten gelegentlich grundlose Angst und
beginnende körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verspannungen,...
etc. auf.
Steigern sich Frustration und Ermüdung, kommt es zunehmend
zur Apathie. In dieser Phase der Apathie ist
die berufliche Tätigkeit nur noch unter grossen Anstrengungen
auszuüben. Dabei treten Symptome auf wie Gleichgültigkeit,
Schuldzuschreibungen an die Umwelt, Angst nicht anerkannt zu
sein und Desorientierung.
Gefühle von Sinnlosigkeit, Versagen, Misstrauen stellen
sich ein. Es kommt zu schneller Erschöpfung, das Leben wird
so weit es geht mechanisiert, der Betroffene zieht sich zurück.
Der Betroffene ist unmotiviert und unfähig, sich neue Ziele
zu stecken. Häufig fehlt auch das Bewusstsein für
die eigene Situation. In dieser Phase wirken die Betroffenen äusserst
phlegmatisch und können sich selbst zu nichts mehr antreiben,
weder beruflich noch privat. Die verschiedenen Anzeichen einer
Depression sind - für Aussenstehende - unübersehbar.
Betroffene fühlen sich aber unverstanden von Freundinnen
und Kollegen und ziehen sich immer weiter zurück. Selbstzweifel
tauchen auf sowie starke körperliche Beschwerden. Hobbys
werden aufgegeben und oft kommt Alkohol ins Spiel, um abschalten
und verdrängen zu können. Dominierendes Gefühl
ist die innere Leere. Im Endzustand herrscht eine totale körperliche
und emotionale Erschöpfung sowie der Verlust der Fähigkeit,
sich zu erholen.
Hält dieser Zustand länger an, spricht man vom Burnout-Syndrom.
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Das
Burnout-Syndrom entsteht schleichend und Hinweise auf
psychische und physische Überforderung (z.B. chronische
Müdigkeit) werden von den Betroffenen ignoriert.
Daher kann ein Burnout erstaunlich lange vor sich selber
und vor anderen versteckt werden. Es fehlt das
Bewusstsein für die eigene Situation.
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| Burnout
gefährdete Menschen müssen vor sich selber und
ihren selbstzerstörischen Verhaltensweisen geschützt
werden. |
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Behandlung |
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In den Anfangsphasen können teilweise noch ausgedehnte
Erholung, z. B. in Form einer Kur, oder ein Arbeitsplatzwechsel
ausreichend Hilfe leisten.
Im fortgeschrittenen Stadium vergeht ein Burnout-Syndrom nicht „einfach“ wieder.
Die Betroffenen sollten in einer gezielten Therapie
behandelt werden. Da Sie hoffentlich durch meinen Artikel erkannt
haben,
dass ein Burnout nicht einfach die Folge von zuviel Arbeit und
Stress ist, sondern ganz klaren Dynamiken folgt, ist die Behandlung
von Burnout-Betroffenen nahe liegend:
Um aus der massiven körperlichen und seelischen Erschöpfung
herauszukommen sindanfangs ein Aufenthalt in einer Klinik oder
eine Kur notwendig. In einer angenehmen Atmosphäre soll
endlich wieder "Luft zum Atmen" getankt werden. Auch
sollen sich durch einen konsequenten Schlafrhythmus die Schlafschwierigkeiten
zunehmend normalisieren. In dieser Phase darf meiner Erfahrungen
nach nicht zu früh mit analytischen Therapien angefangen
werden, da sonst der Betroffene zu schnell vom seelischen Auftanken
wieder "in den Kopf" kommt und sich womöglich
wieder eine "perfekte Strategie" zur Bewältigung
ausdenkt.
Wenn die erste Erholungsphase gut verlaufen ist, kann mit der
eigentlichen Aufarbeitung begonnen werden. Burnout-Betroffene
sollten dann z.B. ihre Motivation hinterfragen: Bin ich wirklich
so selbstlos wie ich meine? Ist mein grosser Anspruch an mich,
an meine Arbeit und an mein Umfeld wirklich mein unabänderbarer
Charakterzug, oder liegt vielleicht die Angst nicht zu genügen
dahinter?
Die Betroffenen sollten auch die eigene Leistungsfähigkeit
besser einschätzen lernen um zukünftige Leistungsanforderungen
realistischer stellen zu können, damit künftige Überforderungen
verringert oder besser noch vermieden werden.
Achtung!
Oft versuchen Burnout-Betroffene z.B. durch unbezahlten Urlaub,
einem Sabbat-Jahr oder einer Kündigung der Arbeitsstelle
sich aus der unerträglichen Arbeitssituation zu flüchten.
Sie hoffen, dass "die Zeit die Wunden heilt". Einerseits
kann das in einem finanziellen Fiasko enden, und andernseits
ist es praktisch unmöglich, sich selbst zu therapieren,
da man den unangenehmen Wahrheiten nur ungern ins Gesicht schaut.
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Das
Königs-Pesönlichkeitstraining auf Teneriffa |
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Das Ziel
meines Königs-Persönlichkeitstrainings ist es,
Menschen in Lebenskrisen wie Depression oder Burnout den
Weg aufzuzeigen, König oder Königin ihres eigenen
Lebens zu werden.
Dabei entdecken sie ihre eigenen Stärken und erfahren die
Notwendigkeit zur Selbstbestimmung. ...mehr
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„Mein
Leben ist mein Königsreich, darüber regiere ich und trage
die Verantwortung.
Ich bin bereit, nötigenfalls mein Reich angemessen zu verteidigen.“ |
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