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Stockkampf-Training
mit Ursula Asp |
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Ursula lernte in Frankfurt am Main auf
der Suche nach einer effektiven Selbstverteidigungsmethode die
Kampfkunst Modern Arnis. Seinen Ursprung
hat das Modern Arnis, verwandt mit anderen Stockkampfkünsten
wie Kali und Esgrima, auf den Philippinen. Es wurden von
den Einheimischen entwickelt, nachdem ihnen die spanischen
Eroberer den Gebrauch und das Tragen des Schwertes untersagt
hatten. In den traditionelleren Formen wie Kali und Esgrima
ist den Bewegungsformen und –regeln noch deutlich anzumerken,
dass es sich bei dem Stock eigentlich um ein Schwert handelt.
Das Modern Arnis hingegen behandelt den Stock wie einen Stock,
es ist einfach und effektiv und erlaubt neben dem Stock auch
Alltagsgegenstände wie Schlüssel, Zeitung, Kugelschreiber
oder Schuhe als Waffe einzusetzen.
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Die allerbeste Waffe ist es, einen Konflikt gar nicht erst
bis zur Gewaltanwendung eskalieren zu lassen. Besser ist es,
seine Aggressionen kontrollieren zu lernen oder potenziellen
Aggressoren aus dem Weg zu gehen.
Das Trainieren einer Kampfkunst, gleich welchen
Ursprungs, lehrt immer auch den Umgang mit Aggressionen.
Im Training wird man damit zwangsläufig konfrontiert, die
Trainingspartner halten einem den Spiegel vor.
Möglicherweise entdeckt man, dass es richtig Spass macht, sich zu raufen
oder zu schlagen. Das kann mit Erschrecken oder mit Freude wahrgenommen werden.
Oder man entdeckt an sich die hilflose Angst vor einem Angriff,
die einen wie gelähmt dastehen lässt. Diese Angst aufzulösen ist
der erste Schritt auf dem Weg zu einer selbstbewussten Selbstverteidigung.
Auch gibt es Menschen, die von sich behaupten, niemals zur Waffe greifen zu wollen
oder zu können. Dies ist genauso eine Blockade gegenüber der Aggression
wie die Angst. Wer sich seiner angeborenen Aggression nicht bewusst ist oder
sie verleugnet, wird im Ernstfall hinterrücks von ihr überrascht. "Aber
er war doch immer so ein lieber Mensch...!" |
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| "Ich
kann keiner Fliege etwas antun" |
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| Wer sich nicht wehrt... |
...den prügelt... |
...das Leben. |
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Es kann ebenfalls passieren, dass man
richtig wütend wird, wenn man angegriffen wird und es
mit der Verteidigung nicht auf Anhieb perfekt klappt. Aus
der unkontrollierten Wut heraus wird man nicht in der Lage
sein, adäquat zu reagieren. Wichtig ist dann zu lernen,
Ruhe zu bewahren und nicht hektisch zu agieren.
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| Unkontrollierte Wut ... |
...macht blind ... |
...und zerstörerisch. |
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Das Training macht die
Reaktionsmuster bewusst und ermöglicht
es, sie zu bearbeiten und zu modifizieren. Ziel ist eine adäquate
Verteidigung – nicht zu viel und nicht zu wenig. Das
gibt Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.
Wer sein Territorium mit einem Minimum an Aufwand erfolgreich
verteidigen kann, der kann sich auch im echten Leben besser
behaupten. Wichtig ist, zu erkennen, wie stark man worauf reagieren
muss – wozu
Energie verschwenden, wenn´s auch einfach geht? Natürlich
ist man gezwungen, Energie aufzuwenden, wenn man sich verteidigen
will. Aber meistens ist das viel weniger, als man meint gebrauchen
zu müssen.
Um erkennen zu können, wie stark man reagieren muss, benötigt
man Klarheit und Ruhe. Beides kann man hervorragend mit Ch’i
Kung (oder auch Qigong) trainieren und beim Tuishou, dem angewandten
T’ai Chi praktizieren. |
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| Ein Angriff wird mit... |
...einer adäquaten
Reaktion... |
...selbstsicher abgewehrt. |
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