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Stockkampf-Training |
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Der Stockkampf ist
eine Form des Modern Arnis, einer effektiven
Selbstverteidigungsmethode. Seinen Ursprung
hat das Modern Arnis, verwandt mit anderen Stockkampfkünsten
wie Kali und Esgrima, auf den Philippinen. Es wurden
von den Einheimischen entwickelt, nachdem ihnen die spanischen
Eroberer den Gebrauch und das Tragen des Schwertes untersagt
hatten. In den traditionelleren Formen wie Kali und Esgrima
ist den Bewegungsformen und –regeln noch deutlich
anzumerken, dass es sich bei dem Stock eigentlich um
ein Schwert handelt. Das Modern Arnis hingegen behandelt
den Stock wie einen Stock, es ist einfach und effektiv
und erlaubt neben dem Stock auch Alltagsgegenstände
wie Schlüssel, Zeitung, Kugelschreiber oder Schuhe
als Waffe einzusetzen.
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Die allerbeste
Waffe ist es, einen Konflikt gar nicht erst bis zur Gewaltanwendung
eskalieren zu lassen. Besser ist es, seine Aggressionen kontrollieren
zu lernen oder potenziellen Aggressoren aus dem Weg zu gehen.
Das Trainieren einer Kampfkunst, gleich welchen
Ursprungs, lehrt immer auch den Umgang mit Aggressionen.
Im Training wird man damit zwangsläufig konfrontiert, die
Trainingspartner halten einem den Spiegel vor.
Möglicherweise entdeckt man, dass es richtig Spass macht,
sich zu raufen oder zu schlagen. Das kann mit Erschrecken oder
mit Freude wahrgenommen werden.
Oder man entdeckt an sich die hilflose Angst vor einem
Angriff, die einen wie gelähmt dastehen lässt.
Diese Angst aufzulösen ist der erste Schritt auf dem Weg zu
einer selbstbewussten Selbstverteidigung.
Auch gibt es Menschen, die von sich behaupten, niemals zur Waffe
greifen zu wollen oder zu können. Dies ist genauso eine Blockade
gegenüber der Aggression wie die Angst. Wer sich seiner angeborenen
Aggression nicht bewusst ist oder sie verleugnet, wird im Ernstfall
hinterrücks von ihr überrascht. "Aber er war doch
immer so ein lieber Mensch...!"
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Umgang
mit Aggression und negativen Gefühlen |
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Nicht
wenige Menschen haben in aller Regel Probleme mit dem
adäquaten Umgang mit der eigenen Aggression und
negativen Gefühlen wie Wut, Hass und Neid. Und es
gibt dabei Menschen die behaupten sogar von sich, aggressives
Verhalten in jeder Form zu verachten. Sie gehen davon
aus, dass sie selber solche starke Gefühle wie Hass
und Aggressionen gar nicht haben. Doch zeigt die Praxis
immer wieder, dass es sich dabei um ein Verdrängen
eigener aggressiver Persönlichkeitsanteile geht.
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Die Arbeit z.B. mit Betroffenen
von Depressionen und Burnout zeigt oft, dass diese Menschen
die natürliche Aggression zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung
nicht leben und stattdessen die Aggression unbewusst nach innen
gegen sich selber richten. Anstatt adäquat zu
handeln kommt es zu Rückzug, Resignation und Depression. Wer
sich nicht wehrt, den "prügelt" das Leben...
Diese Menschen fühlen sich als Opfer der Gesellschaft, der Umstände,
der Arbeitssituation, des Partners... etc. Ohnmacht ist dabei das vorherrschende
Gefühl.
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Aggression als Selbsterhaltungstrieb |
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| Wenn wir von Aggression reden,
müssen wir zwischen zwei Formen unterscheiden: |
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Die Selbsterhaltungsaggression betrifft
angeborene Verhaltensweisen, wie sie sich durch Selektion
in der Evolution herausgebildet haben. Sie dienen der Selbst-
und Revierverteidigung, der Fortpflanzung, der Nahrungsaufnahme,
der Lust-Freude-Beschaffung, der Ermittlung der Rangposition
und der eigenen Grenzen sowie dem Erreichen und Erhalten
von Sicherheit, Selbstwertgefühl und des Selbststolzes
(sog. gesunder Narzissmus). Diese Form der Aggression dient
im evolutiven Prozess dazu, die Lebensressourcen zu erhalten
und zu erweitern.
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Die destruktive Aggression dagegen
betrifft schädigendes Verhalten mit dem Zweck, durch
Leidzufügung materiellen Gewinn, soziale Anerkennung
und Macht, innere Befriedigung oder Stimulation zu erzielen.
Dabei ist langfristig ein evolutiver Sinn nicht erkennbar.
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Unser Anliegen ist es,
Menschen diese notwendige Selbsterhaltungsaggression in
sich selber – vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben
- spüren zu lassen. Bei uns lernen Betroffene z.B. durch
das Üben mit Bambusstöcken den bewussten Einsatz
von aggressivem Verhalten zum Selbstschutz.
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| "Ich
kann keiner Fliege etwas antun" |
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| Wer sich nicht wehrt... |
...den prügelt... |
...das Leben. |
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Es kann ebenfalls passieren, dass man
richtig wütend wird, wenn man angegriffen wird und
es mit der Verteidigung nicht auf Anhieb perfekt klappt.
Aus der unkontrollierten Wut heraus wird man nicht in der
Lage sein, adäquat zu reagieren. Wichtig ist dann
zu lernen, Ruhe zu bewahren und nicht hektisch zu agieren.
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| Unkontrollierte Wut ... |
...macht blind ... |
...und zerstörerisch. |
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Das Training macht
die Reaktionsmuster bewusst und ermöglicht es, sie zu
bearbeiten und zu modifizieren. Ziel ist eine adäquate
Verteidigung – nicht zu viel und nicht zu
wenig. Das gibt Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.
Wer sein Territorium mit einem Minimum an Aufwand erfolgreich verteidigen
kann, der kann sich auch im echten Leben besser behaupten. Wichtig
ist, zu erkennen, wie stark man worauf reagieren muss – wozu
Energie verschwenden, wenn´s auch einfach geht? Natürlich
ist man gezwungen, Energie aufzuwenden, wenn man sich verteidigen
will. Aber meistens ist das viel weniger, als man meint gebrauchen
zu müssen.
Um erkennen zu können, wie stark man reagieren muss, benötigt
man Klarheit und Ruhe. Beides kann man hervorragend
mit Ch’i Kung (oder auch Qigong) trainieren und beim Tuishou,
dem angewandten T’ai Chi praktizieren.
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| Ein Angriff wird mit... |
...einer adäquaten
Reaktion... |
...selbstsicher
abgewehrt. |
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